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Staat ohne Steuern - Bürgergeld für alle
Staatsverschuldung unvermeidlich?
Kochs – Koch – behauptet des weiteren, Steuern führten unvermeidlich zur Staatsverschuldung, es sei denn der Staat leistet keine Ausgaben mehr, weshalb Steuern abgeschafft werden müßten. Zum Beleg präsentiert er das Modellbeispiel eines völlig verarmten? (Das ist rein erfunden.) Landes, in dem die Hälfte der Bevölkerung - vertreten durch den „Polizisten“ - außerstande ist, Steuern zu bezahlen. [Siehe hier] Man müßte 16 GE herstellen und dem Polizisten zunächst alle geben, von ihm dann aber wieder 8 als Steuer zurückfordern. Zwar hätte der Staat auf diese Weise noch eine Reserve von 8 GE, die zusammen mit den Steuereinnahmen vom Bauern (Summe: 12 GE) aber schon im zweiten Monat nicht mehr ausreicht, um das Bruttogehalt des Polizisten (16 GE) zu finanzieren. Dies sollte eigentlich klar sein, und wurde daher aus Gründen der Einfachheit weggelassen, d. h. Koch ist von einem Nettogehalt ausgegangen. Vielmehr zeigt sich, daß die Besteuerung nicht zur Finanzierung des Polizisten (stellvertretend für alle Staatsausgaben) ausreicht. Mit anderen Worten: Die Staatsverschuldung ist im abgabenbasierten Umverteilungssystem unausweichlich. Mit solchen Konstruktionen kann man freilich alles beweisen! – Was denn alles? – (Aber nicht einmal dieses Modellbeispiel ist stimmig! Sehr wohl, nicht aber dessen Interpretation. Der „Polizist“ dürfte vom Staat nur ein Gehalt von 4 Geldeinheiten (statt 8 GE) empfangen, um dem „Bauern“ (er steht für den produzierenden Teil der Bevölkerung) einkommensmäßig gleichgestellt zu sein (so Kochs Grundannahme). Es war ursprünglich - gemäß Rücksprache mit G. Koch - eine Einkommensgleichstellung zwischen Polizist und Bauer nicht vorgesehen. Jedenfalls bekommt der Bauer zunächst ebenfalls 8 GE. Auch wenn der Polizist mit 8 GE netto, wie im Beispiel, ein höheres Einkommen als der Bauer hat, so liegt das allein an der Besteuerung. Wenn der Polizist nur vier Geldeinheiten bekäme, könnte er dem Bauern auch nicht mehr geben. Wo bleibt da die Logik? Dieser erwirtschaftet nämlich 8 GE, muß davon aber 4 GE an den König bzw. Staat abliefern. Hätte der Polizist, wie vom Autor vorgeschlagen, nur vier Geldeinheiten, könnte der Bauer – wie schon erwähnt – auch nicht mehr erwirtschaften. Was also, soll das bringen? Unter Berücksichtigung dieser Korrektur??? müßte sich der Staat in Kochs Modellbeispiel keineswegs verschulden!) Es ist wohl ausreichend klargestellt, daß diese sog. „Korrektur“ – wie sich ein Lehrer auszudrücken pflegt – selbst korrekturbedürftig ist. Letztlich beweist der Autor – vielleicht unfreiwillig und ohne es zu merken - daß ein abgabenbasiertes System auf Dauer nicht funktionieren kann und bekräftigt damit die Position von G. Koch.
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