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| Mißstände des etablierten Wirtschaftssystems |
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10 % der Deutschen leben unter der Armutsgrenze. Die Zahl der Sozialhilfeempfänger wächst ständig. Fast eine Million Kinder leben von Sozialhilfe. Es gibt immer mehr Zuzahlungen bei Medikamenten und Kürzungen bei Kuren. Für die Unterbringung in Seniorenheimen reicht die Altersversorgung meist nicht aus. Das gilt trotz Pflegeversicherung erst recht für Pflegeeinrichtungen. So kann man schnell zum Sozialfall werden. Viele Menschen leben in miserablen, nicht zeitgemäßen Wohnverhältnissen. Ca. eine Million Menschen sind obdachlos, während die Bauindustrie über mangelnde Aufträge klagt. Viele Bauarbeiter sind arbeitslos. Nicht nur Privathaushalte haben Geldsorgen, auch die Wirtschaft und folglich Kommunen, Länder und der Bund, was zu stetig wachsender Verschuldung führt. Jeder Wirtschaftsteilnehmer, vom Obdachlosen bis zum Bund, versucht, unter den gegebenen Umständen zu überleben. Für einen kleinen Teil der Bevölkerung und der Wirtschaft ist das kein Problem. Für viele ist das nur durch Einschränkungen möglich, die im großen Stil durch die abnehmende Nachfrage, zu steigender Arbeitslosigkeit führen. Viele Unternehmen versuchen zu überleben, indem sie Arbeitsplätze abbauen oder in Länder mit niedrigerem Lohnniveau verlagern. Manchen hilft auch das nicht mehr - sie müssen aufgeben. Die Zahl der Firmenzusammenbrüche erreicht immer neue Rekorde. Die Kommunen stehen vor dem finanziellen Kollaps. Sie können kaum noch Kindergärten, Schwimmbäder, Bibliotheken und Theater unterhalten. Diese konnten zu einer Zeit gebaut und auch betrieben werden, in der weit weniger Überfluß vorhanden war, als jetzt. Selbst die Weihnachtsbeleuchtung stand schon zur Disposition. Der Staat versucht seinen Haushalt durch Einsparungen zu „konsolidieren“. Bei Bildung und Forschung, die wichtige Zukunftsinvestitionen darstellen, wird gekürzt. Sozialleistungen werden abgebaut, Straftaten (Personalengpässe wegen Geldmangel) nicht verfolgt, die medizinische Versorgung wird auf das Allernötigste beschränkt u.v.m. Der Staat versucht finanziellen Spielraum zu gewinnen, indem er Personal abbaut, also nichts anderes, als die Politiker der freien Wirtschaft vorwerfen. All das reicht aber nicht aus. Der Rest muß durch Neuverschuldung aufgebracht werden. In den Haushaltsdebatten steht nicht die Frage an - Schulden machen oder nicht?. Es wird nur über die Höhe der Neuverschuldung debattiert. Die Staatsverschuldung steigt mit einer Rate von ca. 2000 € pro Sekunde. Um die Einstiegskriterien für den Euro überhaupt zu erreichen, wurden die Krankenhausschulden einfach aus der Gesamtschuldenmasse herausgenommen. Die sogenannte „Sparpolitik“ (Hier ist das Wort falsch gewählt. Sparen kann nur, wer etwas auf die Seite legen kann - aber nicht etwa der Bund!) ist - wie schon erwähnt - eine Reduzierung der Nachfrage, die steigende Arbeitslosigkeit bewirkt. Dies ist ein Teufelskreis, der zum totalen Kollaps führen muß. Eine Wirtschaftskrise im Ausmaß von 1929 ist durchaus denkbar. Bei diesem Fortgang entsteht Unzufriedenheit, Wut und Kriminalität unter der Bevölkerung. Auf der anderen Seite dieses Verschuldungsproblems stehen die Gläubiger. Vieles wird klar, wenn man bedenkt, daß allein die deutschen Millionärshaushalte ca. 50% des zinsbringenden Anlagevermögens besitzen und die Milliardäre in unserem Land ca. 20 Mrd. € jährlich an Zinsen kassieren. << Das Patentrezept ~ Wussten sie schon ... >>
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Das Patentrezept


