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...besteht primär darin, das bestehende Wirtschaftssystem durch das beschriebene Alternativmodell auf der Grundlage des sog. Patentrezepts zu ersetzten. Man sollte nicht danach streben, daß möglichst alle Menschen einer bezahlten Arbeit nachgehen, sondern danach, daß auch alle Nichtarbeitenden ein sicheres, ausreichendes Einkommen haben. Es ist derzeit so, daß manche Menschen, denen man es eigentlich garnicht zumuten würde, wie z.B. Mütter mit mehreren Kindern, arbeiten gehen müssen, weil sie auf das Geld angewiesen sind. Andere dagegen, vor allem junge Leute wollen und sollten auch arbeiten, nicht nur des Geldes wegen - sie sind oft arbeitslos oder auf Sozialhilfe angewiesen. Das von mir entwickelte Wirtschaftssystem sieht vor, daß jedermann, gleichgültig ob jemand Einkünfte aufgrund einer bezahlten Arbeit hat oder nicht, vom Staat ein regelmäßiges Bürgergeld erhält. Das Bürgergeld wird so hoch sein, daß man allein davon leben kann. Da kommt sicher die Frage auf, wie hoch denn das Bürgergeld sei, bzw. was es für einen Lebensstil ermöglicht. Volkswirtschaft ist nicht eine Wissenschaft wie z.B. die Physik, in der sich vieles mathematisch exakt vorausberechnen läßt. In der Volkswirtschaft hängt vieles von den Menschen ab und die Verhaltensweise von Menschen ist nur bedingt berechenbar. Unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der (z.B. deutschen) Wirtschaft läßt sich abschätzen, daß der Lebensstandard eines Nur-Bürgergeldempfängers höher sein wird als der eines heutigen (2004) Sozialhilfeempfängers. Dadurch, daß das Bürgergeld an jedermann gezahlt wird, also auch an diejenigen, die selbst Einkünfte haben, ist schon mal sichergestellt, daß derjenige der arbeitet, in jedem Falle mehr hat als jemand der nicht arbeitet und ist der Lohn auch noch so gering. Dies läßt eine deutliche Reduzierung der Löhne zu, was verhindert, daß Arbeitsplätze in andere Länder mit niedrigerem Lohnniveau verlagert werden. Der Weg zum Ziel. Der Weg von oben nach unten. Dies wäre der schnellste Weg aus dem Dilemma. Doch dazu müßten die Politiker mitmachen. Hier fehlen Gesprächsbereitschaft und der Wille zu grundlegenden Veränderungen. Dieser Weg, so meine bisherige Erfahrung, ist wohl der steinigste. Ich bin natürlich trotzdem gern bereit, wenn die Zeit dafür (insbes. in den Köpfen der verantwortlichen Politiker) reif ist, an der praktischen Umsetzung von der Spitze der staatlichen Organe her konstruktiv und engagiert mitzuwirken. Ich habe schon sehr konkrete Vorstellungen diesbezüglich entwickelt, bin aber auch bereit über den besten Weg dorthin zu diskutieren und alle berechtigten Interessen zu berücksichtigen. Für entsprechende Gesprächsangebote bin ich jederzeit offen. Der Weg von unten her Der Goldring ist ein Experiment, das dazu dient, Erfahrungen zu sammeln. Die Funktion hat meine Erwartung voll erfüllt. Die Probleme der Tauschringe sind im Goldring nicht relevant. Auf einen größeren Maßstab übertragen könnte meine Tätigkeit später einmal in Form einer Staatsbank Realität werden. Der Goldring hat expansiven Charakter. Wenn er eine gewisse Größe (kritische Masse) überschritten hat, so daß die Marktkräfte voll wirksam werden und womöglich das ganze Land erfaßt, wäre auf diese Weise die Möglichkeit gegeben, das Patentrezept zunächst auf nationaler Ebene zu realisieren. Dazu braucht man keinen politischen Abstimmungsprozeß im engeren Sinn, da die Menschen sich mit Ihrer Teilnahme bewußt und freiwillig dem neuen System, das marktwirtschaftlichen Grundsätzen folgt, angeschlossen haben. Wenn wir unsere derzeitigen Wirtschaftsprobleme in diesem Sinne beseitigt haben, wird sich das auf viele Problembereiche wie Obdachlosigkeit, Gesundheit, Bevölkerungsentwicklung, Charaktereigenschaften, Kriminalität, und vieles andere, sehr positiv auswirken. Ich gebe daher der Hoffnung Ausdruck, daß sich dem Goldring schon bald viele neue Mitglieder anschließen werden. Günter Koch |
Das Patentrezept


